Historie


Standorte.jpg1872 gründete Carl August Meis (1846-1917) die gleichnamige Firma in einem kleinen Schieferhaus am Ufergarten in Solingen. In den ersten Jahren wurden Bestecke und Scheren für den Deutschen Markt hergestellt. 1888 kam die Taschenmesser-Produktion hinzu.

1903 erwarb Meis ein Grundstück an der Adlerstrasse, auf dem ein Jahr später ein Fabrikgebäude mit einer Wohnung errichtet wurde. Erst diese Vergrößerung machte eine umfangreiche Taschenmesserproduktion möglich.

German.jpgNach dem Tod des Firmengründers übernahm sein Sohn Carl Gustav Meis (1876-1937) unterstützt vom Werkmeister Karl Kaufmann, die Leitung. In den Jahren zwischen den beiden Weltkriegen setzte die Leitung die weitere Spezialisierung auf Taschenmesser fort.

1924 nahm Carl August Meis (1908-1969) - der Enkel des Firmengründers - nach einer Kaufmannsausbildung seine Tätigkeit in dem Familienunternehmen auf. Meis entwickelte sich zu einem Zulieferer für zahlreiche Solinger Schneidwarenhersteller.


Historygronauer.jpg1958 trat Kurt Gronauer in den Betrieb ein. Das Inlandsgeschäft wurde weiter ausgebaut, begann aber allmählich unter dem zunehmenden Taschenmesserimport zu leiden. Daher nahm Meis Verbindung zu den Auslandsmärkten auf.

1965 erwarb er an der Junkerstrasse - dem heutigen Standort - ein Fabrikgebäude mit Wohnungen. Der am neuen Standort bis zum 31. Dezember 1965 noch tätige Taschenmesserhersteller Friedrich Olbertz wurde mit seinem Firmennamen übernommen. Der Vertrieb fand im Inland unter dem Namen Carl August Meis, im Ausland unter Friedrich Olbertz statt.



German1.jpgBis etwa 1970 hatte man sich weitgehend darauf beschränkt, für eine breite Kundschaft die Produkte in mittlerer Qualität herzustellen. Da die in- und auswärtige Konkurrenz bei gleicher oder besserer Qualität durch verstärkten Maschineneinsatz zunehmend kostengünstiger produzierte, drohte der Firma das Aus. Durch die Spezialisierung auf den Sammlermarkt, der eine deutliche Anhebung der Produktionsqualität voraussetzte, wurde die Krise überwunden. Dadurch, dass man nur noch auf Bestellung produzierte, wurde auch die kostenintensive Lagerhaltung weitgehend abgeschafft.

12tlg.jpgMit den USA fand man einen großen Absatzmarkt, wo das Produkt Taschenmesser als Kunstobjekt und Wertanlage eine ähnliche Bedeutung hat, wie für die Europäer Briefmarken oder Münzen. Auf der Klinge der Taschenmesser erscheint stets nur der Name der Großkunden, nie der des Produzenten.

Jedoch ist der Name Gronauer bekannt. In den letzten 30 Jahren wurden etwa 3800 unterschiedliche Gebrauchs- und Sammlermesser hergestellt, die sich in Form, Beschalung und Ätzung unterscheiden. Neben Beschalungen aus Perlmutter, Hirschhorn, Knochen und Horn gibt es zahlreiche Taschenmessermodelle mit Celluloid und Kunststoffschalen. Ein großer Teil der Messer wird als Jahresmesser in limitierter Auflage hergestellt.

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